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Nadine Albach/Westfälische Rundschau

Alexander Kerlin hat ein Stück verfasst, das auf theatraler Ebene das Zeug zu dem hat, was das Buch „Generation Golf“ für eine Generation zuvor war – wenn auch deutlich böser im Humor: Die Generation Praktikum, in der Apple-Produkte zur quasi Religion geworden und Ideen, Kreativität, Action ein Muss sind, gute Bezahlung aber nur ein ferner Traum ist, wird sich hier bestens wiederfinden – und dabei eine Menge Spaß haben.

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Tobias Schröter/Soester-Anzeiger

Eine zombieähnliche Meute wandelt durch die Stadt und infiziert sämtliche Menschen mit einer pro-kapitalistischen Einstellung. Wann immer also eine der drei Personen in einem Anflug von Selbstverwirklichungs-Drang oder einfach nur blindem Aktionismus ausbricht und das schützende Winchester verlässt, kehrt sie blutverschmiert und infiziert zurück. Und sie benutzt plötzlich ungewollt verhasste Begriffe wie Corporate Identity oder Latte Machiatto.

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Sascha Westphal/www.mehrtheater.de
Die stumpfe, nur nach Blut und Fleisch gierende Existenz der Kreativen-Zombies ist der Virus des neoliberalen Kapitalismus, in dem alles zur Ware wird, der Mensch und seine Ideen genauso wie die Kunst und ihre Utopien. Aber es sind eben nicht nur die Bisse der längst zu lebenden Leichen gewordenen Selbstausbeuter, durch die sich diese Epidemie verbreitet. Es sind auch Worte, die das Bewusstsein prägen und vergiften: Worte oder Akronyme wie Kreativwirtschaft und Mp3, Gentrifizierung und Quartier, Urbanität und Latte macchiatto. Wer sie ohne weiteres im Mund führt, hat sich längst ergeben, ist schon Teil der Horde, die vielleicht noch nicht marodierend nach Hörde zieht, aber ohne Frage im Gleichschritt des Kapitals mitmarschiert. Insofern kann Liz, Shaun und Ed gar nichts Schlimmeres widerfahren, als folgender Satz, den sie im Lauf des Abends einmal laut aussprechen: „Ich brauche jetzt einen Latte macchiato.“ Damit ist alles gesagt. In diesem Moment haben sie sich im doppelten Sinne verraten.

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